8. Oktober 2023

Das Geistliche Wort auf WDR 5 am 8. Oktober:  „Glaube und Glück“

Macht Glaube eigentlich glücklich(er)? Und: Wo wartet Glück auf uns? In der Natur, am Meer, im Wald, oder bei einem morgendlichen Lauf? Ist es nicht einfach auch Glück, mit Menschen leben zu dürfen, die man liebt und die einen lieben? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Geistliche Wort auf WDR 5 am 8. Oktober.

Kirche in WDR 5 – Das Geistliche Wort

Sendedatum: Sonntag, 08.10.23
Autor: Dekan Dr. Uwe Rieske, Bonn
Titel: Glaube und Glück
Podcast: Ja/Nein

Autor: Glück. Einfach nur Glück. Dieses Wort kommt mir in den Sinn, als ich am frühen Morgen mit unserer Hündin joggen bin. Es ist noch dunkel, als ich die Laufschuhe anziehe und die Leine nehme. Draußen empfängt uns die feuchte kühle Luft. Schritt um Schritt tauchen wir ein in das Dunkel des Morgens. In der Dämmerung zetert eine Amsel. Noch ist es nur zu ahnen: das satte Grün der Wiese und der Bäume. Ich höre das sanfte Rascheln der Blätter im Morgenwind, weiter weg das gleichmäßige Brummen des Morgenverkehrs auf der Straße und unter meinen Füßen das Knirschen auf dem Weg. Mir wird warm, der Hund neben mir trabt gleichmäßig, die Zunge aus dem Maul, als würde Cleo lächeln. Dann biegen wir ab. Vor uns im Osten zeigt sich ein leuchtend roter Streifen am Himmel. Den ganzen Horizont entlang. Die Sonne kündigt sich an. Das ist Glück, denke ich spontan. Ich bin glücklich. Gerade jetzt. In diesem Moment. Und: Danke, Gott, dass dies jetzt so ist. Kühler Morgenwind, ein breiter Streifen erstes Sonnenlicht, der Hund an meiner Seite und ich bin Dir, Gott, einfach dankbar für diesen Moment, für diesen Morgen, für mein Leben.

Musik 1: Cat Stevens: Morning has broken

0:12-0:52

Sprecherin 1: Das Glück ist ein schwierig Ding. In uns finden wir es nur sehr schwer und gar nicht außer uns. (Einband: Arthur Schopenhauer, Aphorismen zur Lebensweisheit).

Autor: Vor Jahren bin ich auf diesen Satz gestoßen, als Schüler in der Oberstufe eines Lübecker Gymnasiums. Zunehmend begeistert lese ich, was im Deutschkurs behandelt wird. Goethes Faust I und II, Georg Büchners Dramen, Gottfried Benns Gedichte, die Kurzgeschichten von Bertolt Brecht – zur Überraschung meiner Eltern kaufe oder wünsche ich mir diese Texte selbst. Und finde mich darin wieder. Meine Mitschülerin Anke, mit der ich unsere Leseerlebnisse diskutiere, schenkt mir ein Exemplar von Arthur Schopenhauers „Aphorismen zur Lebensweisheit“. Ein Buch voller kluger Beobachtungen. Eine treffender als die andere. Und hinten auf dem Einband steht dieser Satz, der dem französischen Dramatiker Nicolas Chamfort zugeschrieben wird. „Das Glück ist ein schwierig Ding. In uns finden wir es nur sehr schwer und gar nicht außer uns.“ Dieser Satz begleitet mich seither, immer habe ich ihn im Sinn.

Aber stimmt er auch? Finden wir das Glück wirklich nur in uns, nicht auch in guten Begegnungen mit anderen Menschen oder in dem, was wir zufällig entdecken? Wartet das Glück nicht auch in der Natur, am Meer, im Wald, oder bei meinem morgendlichen Lauf? Ist es nicht Glück, mit Menschen leben zu dürfen, die man liebt und die einen lieben? Das alles ist doch nicht nur in unserem Innern, sondern kommt oft von außen, nicht selten völlig unverhofft.

Was ist eigentlich Glück? Kann man es planen, vorbereiten, sich erarbeiten? Und übrigens, macht auch Glaube glücklich? Sind Christen glücklichere Menschen? Finden sie das Glück in sich selbst oder in ihrer Gottesbeziehung leichter als andere?

Musik 2: Anytime Anywhere, Nils Landgren

freistehend ab 0:52-ca. 1:42 (unter Autor ein- und ausblenden)

Autor: Neulich hatte ich den Eindruck, dass Glück ansteckend sein kann. Es ist in Düsseldorf, bei den Invictus Games, den großen, internationalen Sportwettkämpfen für verletzte und traumatisierte Soldatinnen und Soldaten. Ich darf als Militärpfarrer einige Tage dabei sein. Ich begleite Soldaten, die vom Eurofighter-Flugplatz Nörvenich nach Düsseldorf gekommen sind, um sich die Wettkämpfe anzuschauen.

Es ist sehr bewegend zu sehen, welche sportlichen Leistungen die kriegsverletzten Soldatinnen und Soldaten bringen. In der Leichtathletik, beim Rollstuhl-Rugby, im Indoor-Rudern, bei Fahrradfahren. Und auch beim Rollstuhl-Basketball, das ich miterlebe. Hier wird gekämpft, gefightet, gepasst und geschrien wie in jeder anderen Sportarena auch. Vielleicht sogar etwas lauter, etwas herzlicher, etwas fokussierter: Da stehen Fans auf den Rängen mit ihren Nationalfahnen, die ihre Sportler hemmungslos anfeuern. Nur, dass ich beim Basketballspiel Kanada gegen die Ukraine irgendwann entdecke, dass dieser junge Basketballer, der sich immer neu unter dem Korb anbietet, keine Unterschenkel hat. Und die meisten seiner Mannschaftskameraden auch nicht. Und dann die Siegerehrung. Einem Leichtathleten mit einer Beinprothese laufen bei seiner Nationalhymne die Tränen über das Gesicht. Es ist ihm sichtlich unangenehm, dass er weinen muss, er will sie zurückhalten, aber es geht nicht. Zu stark die Rührung, die ihn übermannt. „Was mag er alles erlebt haben vor diesem Moment?“ denke ich bei mir und: „Wie weit war der Weg vom gesunden Soldaten über seine schwere Verletzung, vielleicht Traumatisierung im Krieg bis hier hinauf auf diese Bühne, wo seine Hymne gespielt wird?“ Und ja: Dieser Moment – und bei diesen Spielen gibt es viele davon: ist überwältigendes Glück. Gänsehaut, mächtig.

Tatsächlich steckt es an: Eine britische Lady fällt mir auf, sie sitzt in einem Elektrorollstuhl, der mit der englischen Fahne geschmückt ist. Ich bin zuerst etwas skeptisch, als sie zu uns an den Stand der Militärseelsorge kommt. Sie fängt sofort an zu erzählen in breitestem Britisch. Sie stellt sich als die Cake Lady vor, die Kuchen und Muffins auf Krankenstationen und in Hospitäler gebracht hat, wo die schwer verletzten Soldatinnen und Soldaten der britischen Armee behandelt wurden. Ihre Schwester, die in Afghanistan verletzt worden ist, gehört zu ihnen. Und als sie ihr damals Kuchen bringt, kommt Kath Ryan auf die Idee, auch andere Soldatinnen und Soldaten mit Kuchen zu besuchen. Immer und immer wieder. Bei uns am Stand erzählt sie davon, wie sie den Geschichten zugehört hat und wie die Soldaten manchmal gefragt haben, ob sie die Bettdecke zurückschlagen dürfen, um ihr die Wunden zu zeigen. Oft, sagt Kath Ryan, hat ich nicht nur Kuchen verteilt, sondern „hugs“, Umarmungen. Mich hat diese Cake Lady sehr beeindruckt. Einfach hingehen und Kuchen verteilen, dort, wo die Not und die Verzweiflung groß sind. So erzählen wir uns an diesem Tag , was wir tun. Dann umarmen wir uns und Kath Ryan wünscht mir Gottes Segen: „God bless you.“ Und das kommt in dem Moment so liebevoll kraftvoll von innen heraus, dass mir die Tränen kommen, und mit ihnen der Gedanke: Welches Glück liegt in dieser Begegnung.

Musik 3: Udo Lindenberg – Wieder genauso

0:40-1:34

Wenn du heute noch mal anfangen könntest von vorn

Welchen anderen Weg hättest du vielleicht genommen?

Welche Partys ausgelassen und welchen Fehler nicht gemacht?

Ich hab kurz überlegt und dann gesagt

Ich würd’s wieder genauso tun, genauso, wie es war

Und es wär wieder genauso gut, genauso, ist doch klar

Ich denk jedes Mal, ey, dieses Mal

Ist vielleicht ja schon das letzte Mal

Doch am Ende bin ich immer wieder startklar

Autor: Und? Würden auch Sie alles wieder genauso tun wie Udo Lindenberg das singt? Immer wieder startklar sein genauso wie es war? Manche Menschen beantworten diese Frage vielleicht mit Nein, wenn sie zurückblicken. Dann ist etwas nicht geglückt im Leben oder es gab handfeste Krisen und sie sagen: Bitte nicht noch einmal genauso!

In dem Lied erzählt Udo Lindenberg von einem Traum. Der Tod steht plötzlich vor der Tür, er lässt ihn rein und die beiden reden bis in den Morgen. Der Tod im Traum stellt genau diese Frage: Wenn du heute noch mal von vorn anfangen könntest, welchen anderen Weg hättest du vielleicht genommen? Nicht jeder kann sagen: Ich würde es wieder genauso machen. Manche haben ihr Lebensglück nicht so klar gefunden, wie Udo Lindenberg das singt. Andere haben Schicksalsschläge erlebt und mussten das Glück ganz neu entdecken, anderswo oder auf andere Weise als bisher.

Wie war es bei Hiob? Hiob ist eine der bekanntesten Gestalten der Bibel, er gerät in unverschuldetes Leid. Hiob besitzt, so erzählt die Bibel, siebentausend Schafe, dreitausend Kamele und fünfhundert Eselinnen und er ist reicher als alle, die bei ihm im Osten wohnen. All das verliert er nach und nach. Gott und Satan haben darum gewettet, wie stark sein Glauben ist. Deshalb werden ihm seine Viehherden und seine Schafe geraubt. Die Knechte werden Opfer einer Feuerkatastrophe und schließlich sterben alle seine Kinder:

Sprecherin 2:  Deine Söhne und Töchter aßen und tranken im Hause ihres Bruders, des Erstgeborenen, und siehe, da kam ein großer Wind von der Wüste her und stieß an die vier Ecken des Hauses; da fiel es auf die jungen Leute, dass sie starben, und ich allein bin entronnen, dass ich dir’s ansagte.

Autor: So hat Hiob alles verloren. Seinen Besitz, seine Knechte und Mägde und nun beklagt er seine Kinder. Was für eine anstößige Geschichte. Und dies nur, um seinen Glauben zu prüfen, um zu schauen, wie lange er den Prüfungen, den Verlusten, den Schicksalsschlägen standhält?

An Hiob muss ich denken, wenn ich als Militärpfarrer mit Menschen zu tun habe, denen völlig unerwartet großes Leid widerfährt. Nein, Hiob ist nicht weit weg. Es passiert, dass ein junger Soldat mit Anfang Dreißig vor den Augen seiner Freunde und seiner jungen schwangeren Frau eine Herzattacke erleidet und stirbt. Es passiert, dass ein sympathischer, lebenszugewandter Flugzeugmechaniker seiner Alkoholabhängigkeit erliegt, obwohl seine Familie und sein Umfeld jahrelang intensiv gekämpft haben. Es passiert, dass ein von seiner Familie liebevoll umsorgtes Baby von fünf Monaten an Leukämie erkrankt.

Hiob kämpft mit Gott. Er diskutiert mit seinen Freunden, mit seiner Frau, mit sich selbst. Seinem Freund Elifas, der ihn auf Gottes Trost verweist, hält er wütend entgegen: „Wollen die leeren Worte kein Ende haben? (…) Auch ich könnte wohl reden wie ihr, wärt ihr an meiner Stelle.“ (Hiob 16, 3-4) Nein, diese leeren Versuche, zu erklären oder zu trösten, sie helfen nicht, sagt Hiob und klagt: „Ich war in Frieden, aber er hat mich zunichtegemacht; er hat mich beim Genick genommen und zerschmettert.“ (Hiob 16, 12)

Vielleicht hat Hiob Recht. Nicht immer verbindet sich mit einem tiefen Glauben und einem rechtschaffenen Leben bleibendes Glück. Zu viele gute, auch gläubige Menschen gibt es, denen Schlimmes widerfährt. „Das ist nicht fair“, sagt mir eine junge Soldatin, deren treusorgender, liebender Ehemann und Vater ihrer vier Kinder an einer Autoimmunerkrankung leidet, die die inneren Organe angreift. Das ist nicht fair, Gott, meint sie.

Aber das Andere gilt auch: Kaum irgendwo lässt sich mehr innere Stärke und Zugewandtheit antreffen als dort, wo das Schicksal zuschlägt. Ich staune oft über die Kraft, die Zuversicht, die Unbeirrbarkeit von Menschen, denen Schicksalsschläge widerfahren. Da sind Eltern, die für ihr Kind alles, alles tun. Da ist eine junge Frau, die das Kind ihres verstorbenen Mannes unter dem Herzen trägt und weiter als Lehrerin für Kinder mit Behinderungen tätig ist. Da ist eine junge Mutter, die für ihren Mann kämpft. Wie eine Löwin. Dafür, dass ihr Mann wieder zurückkommen kann nach Hause. Sie diskutiert mit Ärzten, bleibt beharrlich. Sie lässt nicht locker. Für eine andere, neue Normalität ihrer Familie. Für ihr Glück. Woher kommt diese Kraft, woher kommt solcher Glaube? Tiefer noch als das unbeschwerte Glückserleben in der Natur, im Morgenwind, bewegt mich, wenn Menschen in einer hart geprüften Liebe ihr Glück neu sehen lernen und neu finden. „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese Drei. Aber die Liebe ist die größte unter ihnen,“ schreibt Paulus.

Vielleicht lässt sich das Verhältnis von Glaube und Glück besonders dann begreifen, wenn man neu bestimmen muss, was Glück ist: Zum Beispiel beim ersten Spaziergang durch den Wald nach vielen Wochen im Krankenhaus. Oder dank der Nachricht, dass die Blutwerte besser werden. Oder wenn jemand aus offenen, ehrlichen Augen Danke sagt: Ich bin froh, dass Du da bist. Danke, dass es Dich gibt. Danke, dass Du das mit mir aushältst, ohne mir Tipps zu geben.

Musik 4: Wer nur den lieben Gott lässt walten, Vocal-Concert Dresden

0:00-0:42

Sprecherin (overvoice):

Wer nur den lieben Gott lässt walten

und hoffet auf ihn allezeit,

den wird er wunderbar erhalten

in aller Not und Traurigkeit.

Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut,

der hat auf keinen Sand gebaut.

Autor: Das Glück ist ein schwierig Ding. Aber ich finde nicht, dass wir es nur in uns finden. Ich finde es in Begegnungen mit Menschen, aber auch in alten Kirchenliedern, die auf Zuversicht ausrichten. Dieses Lied mag ich besonders; es hat mich in schweren Zeiten selbst begleitet: Wer nur den lieben Gott lässt walten von Georg Neumark. Es lobt Gott und seine Schöpfermacht. Gegen alles, was dagegenspricht. 1641 hat es der Dichter und Komponist mitten im Dreißigjährigen Krieg geschrieben. Und seine Zeilen wirken auch dann, wenn das Glück auf sich warten lässt oder sich zeitweilig ganz verbirgt. „Man halte nur ein wenig stille“, dichtet Georg Neumark. Manchmal ist das sehr schwer auszuhalten, dieses „ein wenig“. Aber genau für solche Zeiten ist das Lied gedacht, wenn es hart wird, wenn es kaum zu ertragen ist, denn genau dann gilt: „Gott, der uns sich hat auserwählt, der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt.“ Starke Worte, leise Töne. Bei Hiob hat es gedauert, bis das helfende Wort seiner Freunde ihn erreicht hat. Zuerst saßen sie mit ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte und redeten nichts mit ihm.“ (Hiob 2, 13) So berichtet die Bibel. Was für ein starkes Schweigen, das einfach aushält, was ist und es mit ansieht und dableibt und Nähe anbietet. Irgendwann dann taucht sie vielleicht wieder auf, die Gewissheit, dass es Zuwendung gibt, Begegnung, Nähe, die gut tut, ja auch Glück, in seiner Fülle und Leichtigkeit, in seiner überwältigenden Macht oder ganz im Stillen, in uns selbst. Damit dies eine Chance bekommt und geschieht, bietet Georg Neumark eine Linie an, an der sich Glück entwickeln kann.

Sein Lied endet mit den Zeilen, die mich aufrichten, wenn es schwer fällt: „Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu / Und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei Dir werden neu / Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht.“

Ich finde, darin liegt eine Gebrauchsanweisung für Glaube und Glück. Man darf das Glück aus Gottes Hand entgegennehmen, wie und wo auch immer es sich auf unserer ganz persönlichen Wegstrecke zeigt. Man darf es einfach annehmen, wenn es da ist. Dankbar. Und man kann darauf warten und vertrauen, wenn es sich nicht zeigen mag. Denn es bleibt die Gewissheit nur eine Zeitlang verborgen, dass es bei uns will werden neu.

Aus Bonn grüßt Sie ihr Pfarrer und Militärdekan Uwe Rieske. Bleiben Sie behütet und genießen Sie diesen Sonntag. Überall. Mit allem, was gerade ist.

Musik 5: Wer nur den lieben Gott lässt walten, Sarah Kaiser

Intro+letzte Strophe verbinden (ca. 1:55 – Wortende dann bei ca. 18:05)

oder nur die letzte Strophe (ca. 1:38 – Wortende dann bei ca. 18:22)

so dass die Musik auf 20:00 endet (=Beitragsende)

Steuern lässt sich das mit Musik 2. Da kann man entsprechend zu- und abgeben.

Quellen: Die Bibel. Nach Martin Luthers Übersetzung, Lutherbibel Revidiert 2017. Jubiläumsausgabe 2016.

Redaktion: Landespfarrer Dr. Titus Reinmuth